Sommernachtsträume am CFG: Gleich geht es los…

Viele Schauspieler, Techniker, Tänzer und Musiker bereiten sich auf die Vorführung des Sommernachtstraumes vor.

Im Carl-Fuhlrott-Gymnasium herrscht eine schöne Atmosphäre, alle warten gespannt darauf, dass es losgeht. Viele Menschen warten schon vor den Türen des CFG’s darauf, dass sie hereingelassen werden. Es ist jedoch erst 18:30 Uhr und eine Viertelstunde später füllt sich das Pauszentrum mit mehr und mehr Menschen. Jeder ist jetzt gespannt und mancher sogar aufgeregt.

Man hört viele Menschen, die miteinander reden und Musiker, die noch einmal ein paar Stellen des Stückes anspielen.

Es werden immer mehr Menschen, die sich auf den blauen Bänken des PZ’s niederlassen und gespannt den Musikern beim Stimmen ihrer Instrumente zuhören.

Oberhalb der blauen Bänke sitzen die Techniker der cfg event technik, alle in schwarz gekleidet, damit sie als Team erkennbar sind. Außerdem sieht man eine Gruppe der Q1er Schüler, die Getränke und Snacks aufbauen und die letzten Vorbereitungen für das Catering des Abends treffen.

Zwischendurch sieht man Herrn Redetzky, der gerade mit dem Aufbau seiner Kameras beschäftigt ist. Er sorgt auch heute dafür, dass Fotos gemacht werden.

Was geht denn hinter der Bühne vor? Dort befinden sich jetzt die meisten Darsteller hinter den schwarzen Vorhängen im Backstage-Bereich. Alle können dort auf übergroßen Bildschirmen mitverfolgen, was vorn auf der Bühne passiert.

Noch einmal checkt das Team der cfg event technik, ob alles funktioniert: Licht, Kameras, Videotechnik und Audioübertragung.

Auf der Bibi-Brücke kann man den Chor erkennen, hier tragen alle ein weißes Oberteil.

Mittlerweile ist das Pausenzentrum voll besetzt man sieht Familien, Lehrer, ehemalige Lehrer, Schüler, Musiker, Sänger und Helfer.

Nun stellen sich auch die Kameraleute an ihre Position. Sie sorgen heute dafür, dass eine Live-Übertragung auf einer Leinwand im PZ stattfindet, damit alle sehen können, was im Herzen des PZ’s abläuft. Diese Personen sind mit Headsets ausgestattet, damit sie alle Anweisungen von der technischen Regie des Abends mitbekommen.

Nun geht es los, das Publikum wird leise und die Musiker treten herein. Sie werden mit lautem Applaus begrüßt. Natürlich kommt auch der Dirigent, der ebenfalls mit lautem Applaus begrüßt wird. Streicher, Holzbläser, Blechbläser und andere Instrumente spielen sich ein und stimmen ihre Instrumente.

In den Gesichtern der Zuhörer erkennt man die Spannung dieses Augenblicks kurz vor dem Beginn der Aufführung wieder.

 

Die Musik erklingt, die Schauspieler und Darsteller treten auf die Bühne. Es sind Bäume, teilweise aus selbstentworfenen, selbstgebauten Kostümen oder Körper, die sich in grünen Tanzsäcken befinden. Diese Bäume verkörpern den Märchenwald. Und schon treffen die zwei Tänzerinnen ein, die durch den Märchenwald tanzen und uns Zuschauern eine Geschichte verdeutlichen. Die Bäume haben sich ebenfalls eine Choreografie überlegt, die sie ausführen. So wirkt der Märchenwald lebhaft.

In der Aufführung werden die Zuschauer durch die Geschichte des Sommernachtstraum’s begleitet, denn wir haben zwei Sprecher, die das Geschehen auf der Bühne erklären und kommentieren. Die Beiden tragen Kostüme, die der damaligen Zeit entsprechen. 

 

Als nächstes laufen die Schüler*innen mit ihren Handpuppen durch das PZ. Diese werden durch einen Esel angeführt. Die Kinder laufen dabei mit ihren selbstgebastelten Handpuppen einmal komplett durch das PZ, so dass alle Zuschauer die Handpuppen sehen können.

Samuel und Louis, die beiden Sprecher, stellen uns die Darsteller vor. Sie erklären uns die Geschichte, die jetzt gerade vor unseren Augen abläuft und schon beginnt der Elfenmarsch.

Nach einer weiteren Einheit der Geschichte kommt nun auch der Chor ins Spiel.

Dieser hat sich in der Zwischenzeit vor der Bibi angeordnet. Man kann jede Person gut erkennen. In der ersten Reihe stehen zwei Solistinnen. Sie alle gemeinsam verzaubern uns mit ihren wunderschönen Stimmen.

Die Geschichte des Sommernachtstraumes geht weiter und schon stehen im PZ Tänzerinnen aus der Q1, die uns mit in ihren Bann nehmen. Sie zeigen uns eine elegante Choreografie, mit der sie uns ihr großes Talent unter Beweis stellen

Das Licht variiert hierbei, so dass der Fokus immer auf den Personen im PZ liegt.

Als nächstes tritt ein Esel auf, der uns ein schiefes Lied trillert, so dass viele Zuschauer lachen müssen.

Die Musiker sind perfekt auf die Darsteller abgestimmt, so dass sich aus dem tänzerischen und musikalischen ein großes Gesamtbild entpuppt, was eine großartige Wirkung auf uns Zuschauer hat.

Bald treten die Tanzssäcke, gespielt von Lehrern, erneut auf. Sie stellen im Notturno den Nachthimmel und die Sterne. Die Musik hat eine berührende Wirkung, vor allem in Kombination mit der spannenden Choreografie der gelben und blauen Tanzsäcke.

Nachdem die Tanzsäcke die Bühne verlassen haben, wird die Geschichte des Sommernachtstraumes weiter verkörpert. Eine

Klasse 5 mit weissen Schleiern und schwarzen Zylindern tritt auf. Die Schüler*innen tanzen eine wunderschöne Choreografie. Blüten werden gestreut und man hört währenddessen den berühmten Hochzeitsmarsch von Felix Mendlssohn Bartholdy.

Die 5er Schüler*innen nehmen sich Papierbänder und laufen damit durch das Pausenzentrum, aus der Mitte heraus mitten durch das Publikum.

Irgendwann bildern sich zwei Kreise die hin- und hertanzen, danach bilden sich Paare.

Es erzeugt sich eine atemberaubende Atmosphäre.

 

Der nächste Part wird durch einen Englisch LK der Q1 verkörpert: wir sehen die Weitererzählung des Stückes auf der Leinwand, als Video. Hierbei sprechen die Schauspieler natürlich Englisch.

Langsam geht es auf das Ende der Aufführung zu.

Die Erzähler, die uns durch das Geschehen auf der Bühne begleitet haben, verabschieden sich nun.

Der Chor stimmt noch einmal zu einem schönen Lied ein und schon versammeln sich alle Darstellerpaare des Stückes, zusammen mit den Handpuppen und den Tänzern im PZ.

„Gute Nacht“ heißt es noch einmal.

Alle Darsteller, Tänzer, Sänger, Musiker und Mitwirkende werden mit einem kräftigen, lauten und sehr sehr langem Applaus verabschiedet. Das Publikum ist begeistert. Es war ein wunderschöner Abend, den ganz sicher jeder lange in Erinnerung haben wird.

 

Jedem beteiligten Schüler, Lehrer und Musiker wird mit einer Rose gedankt. Alle versammelten sich noch einmal zu einem Schlussbild auf der Bühne. Jetzt erkennt man am Ende auch, wie viele Menschen wirklich mitgeholfen haben, dieses Ereignis auf die Beine zu stellen. Der Schulleter des CFG Herr Mertens bedankt sich noch einmal bei allen, vor allem bei Herrn Berg, den Musikern und dem Dirigenten.

Die Musiker bedanken sich herzlich bei Herrn Berg, denn er hatte gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Wuppertal und dem Education Team dieses hervorragenden Klangkörpers die Idee und die Bereitschaft, das alles auf die Beine zu stellen. Es ist bereits das dritte Mal einer solchen Zusammenarbeit zwischen Orchester und Schule:  Das erste Mal 2008 mit „Romeo und Julia“ und der Musik von Sergej Prokofiev, 2011 mit „Die Planeten“ von Gustav Holst und jetzt mit dem „Sommernachtstraum“ und der Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Herrn Berg wird ein Glas Rotwein und ein Ohresessel gebracht, er darf sich jetzt wenige Tage vor seiner Pensionierung im gemütlichen Sesel zurücklehnen und als Dankeschön und Abschied zugleich, stellvertretend für alle Beteiligten die Zugabe als Dankeschön des Sinfonieorchesters anhören: der berühmte Hochzeits marsch erklingt erneut.

Es war insgesamt eine wunderschöne, atemberaubende Aufführung, die wir dank allen Beteiligten erleben durften.

Wir hoffen darauf, dass es weitere Aufführungen geben wird, die uns so sehr mit in ihrem Zauber mit einschließen, wie diese.

Lotta Rhoda

Die cfg event technik verwandelt das PZ des CFG in ein Sommernachtstraumzaubertheater…

Von Montag bis Freitag arbeitete die CFG-Event-Technik an den technischen Einrichtungen für den „Sommernachtstraum“.

Sie fingen in der Regel morgens um 08:00 Uhr an und verließen die Schule dann wieder um 22:00 Uhr.

Montag und Dienstag wurde die Arbeitszeit gebraucht um alles aufzubauen, Kabel auszurollen, Geräte anschließen und alles zu ordnen. Es wurden dabei rund 3,5 km Kabel verlegt, um alles anschließen zu können, damit alles ganz sicher funktioniert.

Danach wurden die Tage für das Austesten der Technik genutzt. Es wurde immer wieder geprüft, ob die Kameras, die Scheinwerfer und der Ton funktionieren.

 

Am Mittwoch wurde der Tag genutzt um eine erste Proben mit den Tänzern zu versuchen. Dabei wurde der Einsatz  der Musik, des Lichts sowie der Kameras getestet.

Die Musik schallte dabei aus der schuleigenen PA Anlage. Viele andere Geräte sind unter anderem vom Medienzentrum Wuppertal ausgeliehen. Das MZ Wuppertal hilft regelmäßig dem CFG bei Events mit der Geräteausstattung. Weiteres Equipment stammt zusätzlich von der Wuppertaler Event Produktion, deren Firmenchef übrigens ein ehemaliger Mitarbeiter der cfg event technik ist.

Es sind insgesamt vier Kameras im Einsatz, damit die Tänzer und die Musiker aus unterschiedlichen Perspektiven gefilmt werden können. Damit die Bilder auch auf die Leinwand übertragen werden können, gibt es Verantwortliche, die sich in der Bildregie darum kümmern. Diese passen darauf auf, dass die Kameras scharf gestellt sind und funktionieren und die richtigen Szenen einfangen. Oberhalb des Pausenzentrums gibt es einen langen Regietisch, wo unter anderem eine Reihe von Bildschirmen die Kontrolle gewährleisten.

Außerdem benötigen die Tänzer auch Boxen und Musik. Die Musik wurde bei den Proben mit Hilfe von Mischpulten gesteuert, so dass die Lautstärke angemessen war.

Natürlich muss die Beleuchtung aber auch stimmen. Dafür gibt es insgesamt 25 LED-Spots und 4 LED-Bars, die dafür sorgen, dass genug Licht die Bühne in Szene setzt. Die Lichter variieren in Farbe und Helligkeit. Auch hierfür gibt es Schüler, die sich nur darum kümmern, damit das Licht funktionirt und künstlerisch kreativ zur Musik und zur Bühnenszene passt. Zusätzlich zu den Scheinwerfern gibt es auch 2 Verfolger, die für das Detail im Pausenzentrum zuständig sind. Die Backstagebeleuchtung und die Beleuchtung am Eingang sind von der Wuppertaler Event Produktion Veranstaltungstechnik ausgeliehen.

Damit die Bereiche Ton-, Video- und Lichttechnik miteinander kommunizieren konnten, bekamen die verantwortlichen Schüler Funkgeräte der Firma Riedel Communications ausgeliehen und gesponsert. Es gibt insgesamt 12 Funkgeräte, mit deren Hilfe sich die Mitarbeiter der cfg event technik absprechen konnten. Somit wurde das Problem der großen Entfernungen im PZ der Schule einfach gelöst. Denn dadurch konnten viele Personen an unterschiedlichen Stellen gleichzeitig arbeiten und miteinander kommunizieren.

 

Am Donnerstag gab es dann die Generalprobe ohne Orchester um erneut zu schauen, ob das Technische mit dem Tänzerischen in Übereinstimmung gebracht werden kann.

 

Zuletzt gab es am Freitag die Generalproberobe mit dem Sinfonieorchester Wuppertal und den Mitwirkenden.

Alles in allem arbeiten insgesamt 18 Schüler zwischen der 7. und 12. Klasse bei der cfg event technik mit. Diese teilen sich die drei unterschiedlichen technischen Bereiche: Videotechnik, Lichttechnik und Audiotechnik.

Hierbei werden gekonnte Handgriffe benötigt, damit alles funktionieren kann. Denn die Arbeit ist sichtlich nicht einfach, sie erfordert auch viel Kraft und Ausdauer, denn nicht alles funktioniert auf Anhieb, was aber ganz normal ist.

Letztendlich haben die Techniker ihre Aufgabe zeitlich super hinbekommen.

Die körperliche Anstrengung war dabei jedem ins Gesicht geschrieben, denn die ganzen benötigten Gegenstände waren nicht leicht zu tragen, dennoch sah man jedem Einzelnen den Spaß an dem Ganzen an.

Die Belohnung für die unendlichen Mühen wird hoffentlich eine gelungene Aufführung des „Sommernachtstraum“ am Montagabend sein.

Der Puck, eine Figur zwischen Schein und Sein…

Die ARD hat Jan Hofer, das ZDF hat Marietta Slomka und RTL hat Peter Kloeppel. Moderatoren, die uns durch den Abend begleiten. Am 9. Juli führen Louis Droß und Samuel Striewski durch den Sommernachtstraum am CFG. Die beiden Oberstufenschüler haben die Moderation des Sommernachtstraums übernommen. Samuel (Q2) hat gerade sein Abitur am CFG abgelegt. Der 18-jährige hat als Schülersprecher viel für die Schule initiiert. So war seine Rede beim Lorient-Festakt sehr beachtet, und seine Arbeit mit der Schülervertretung für das Siegel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage zeigte sein großes Organisationtalent. Daneben erhielt er den Cronenberger Unternehmerpreis, der jährlich an je einen Schüler der Cronenberger Schulen und auch einen Azubi verliehen wird. Louis Droß (Q1), in seiner Freizeit begeisterter Kanupolospieler, hat bereits langjährige Theatererfahrung. Am Kinder- und Jugendtheater war er u.a. bereits in Aufführungen von Die Welle, [weitere Stücke] zu sehen. Für den Sommernachtstraum haben Samuel und Louis sich überlegt, die Rolle des Puck auf besondere Art und Weise zu interpretieren. So wie Shakespeare den Sommernachtstraum u.a. in der Dualität von Tag und Nacht, Sein und Schein, Magie und Wirklichkeit anlegte, so werden Louis und Samuel den Puck zu zweit verkörpern.

Johannes Redetzky

Die Fünftklässler machen mit: ein Abenteuer zwischen Begeisterung und Verletzungsgefahr?

Unsere Lehrerin Stefanie Grote verschafft uns einen kleinen Einblick in den tänzerischen Part des Sommernachtstraumes.

Sie organisiert drei Tänze mit. Sie überlegte sich eine Choreografie für ihre 5. Klasse, die auch einen Part im Sommernachtstraum übernommen hat hat. Denn die Fünftklässler spielen beim Hochzeitsmarsch mit. Sie gehen als Pärchen, die sie sich vorher selber ausgesucht haben, und bilden damit ein Ehepaar: das eine Kind mit Schleier, das andere mit Zylinder. Hierbei tragen nicht nur die Mädchen einen Schleier, sondern auch teilweise Jungs, ganauso wie ein paar Mädchen auch einen Zylinder tragen.

Am kommenden Freitag wird die Generalprobe mit dem Orchester stattfinden. „Es wird eine große Herausforderung, macht aber dennoch Spaß und ist damit ein Highlight“.

Die Schwierigkeiten bei dieser Probe könnte das Tempo des Orchesters sein, da sich die Fünftklässler auf ein bestimmtes Tempo eingestellt haben. Es sei schon schwierig genug für die Fünftklässler zu schreiten, wenn sie sich dann noch auf das Orchester konzentrieren müssen, könnte es schwierig werden.

Dennoch sind alle Schüler motiviert und haben Freude beim Tanzen. Sie freuen sich schon mit dem Orchester zu spielen, da dies auch eine ganz andere Geräuschkulisse ist.

Eine weitere zu finden, bei dem alle Zeit haben. Denn viele haben auch noch ihre Hobbys, die teilweise zeitgleich mit den Proben stattfinden. Obwohl die Endproben schon seit Mai festgelegt waren, können leider doch ein paar ihrer Schüler nicht mit auftreten.

Eine weitere Gefahr des Stückes ist, dass die Fünftklässler an einer Stelle herumrennen müssen, so dass die Verletzungsgefahr hoch sein könnte, da die Kinder für das Laufen sehr motiviert sind.

Während der Proben lassen sich viele Zuschauer im Pausenzentrum finden, die gespannt zusehen. Dennoch schaffen es die Fünftklässler und Stefanie Grote etwas Großartiges auf die Beine zu stellen, so dass selbst die jüngsten Schüler auf dem CFG mit in das Stück Sommernachtstraum integriert werden.

Außerdem spielt Stefanie Grote auch in der Ouvertüre und im Notturno mit. In der Ouvertüre spielen sie und andere Personen Bäume. Die Bäume stellen einen Märchenwald dar, in dem Tänzerinnen tanzen.

Im Notturno wird die Nacht mit Sternen mithilfe von sogenannten Tanzsäcken dargestellt. Aber wir wollen nicht zu viel verraten, deshalb können wir nur gespannt auf die Aufführung vom Sommernachtstraum warten.

Die Vorbereitungen laufen also auf Hochtouren, denn die Tänzerinnen und Tänzer bereiten sich gespannt auf ihren Auftritt vor. Es wird auch fleißig mit den Technikern alles abgesprochen und geprobt, wer wann und wo stehen muss  und vieles mehr.

 

Lotta Rohda

Nähen, schneidern, entwerfen – in einer Klasse 7 entstehen Kostüme für den Sommernachtstraum am CFG

Wir besuchen die Sommernachtstraum-Kostüm-Schneiderei einer siebten Klasse und wollen uns einen Einblick in die Arbeit und die Vorbereitungen verschaffen.

Die SchülerInnen basteln, bemalen, nähen und werkeln an den Kostümen zum Sommernachtstraum.

Sie haben zuvor in Kleingruppen im Unterricht selbstständig erarbeitet, was der Sommernachtstraum überhaupt ist, welche Geschichte er beschreibt, und welche Figuren eine Rolle spielen.

Danach überlegten sie sich, wie man die Figuren umsetzen könnte. Dazu suchte sich jeder eine Figur aus und fertigte dazu das passende Kostüm. Sei es ein Baum, ein Esel, eine Elfenkönigin oder anderes. Die Schüler überlegten sich, was sie an Material, Stoffen und Werkzeugen brauchten und brachten diese teilweise selbst mit. Viele suchten zuhause nach Stoffen oder Dekorationen, die sie für ihr Kostüm verwenden könnten um ihre Idee am besten zu realisieren. Nähzeug, Farben und vieles mehr wird ihnen auch durch in der Schule bereitgestellt.

Natürlich gehört zu einem Kostüm auch ein Entwurf, der von den Schülerinnen und Schülern ebenfalls angefertigt wurde.

Schön ist zu sehen, dass sich die Schüler untereinander Tipps geben oder helfen. Überall ist jemand dabei zu nähen oder zu malen, so dass jeder etwas zu tun hat. Man hilft sich gegenseitig.

Viele Kostüme, die dort angefertigt werden, werden den Schauspielern auch zur Verfügung gestellt und erleben ihren großen Auftritt im Juli, wenn der Sommernachtstraum das PZ des CFG verwandeln wird.

Lotta Rohda / Sina Bublies

Fotos: J. Redetzky

Heike Henoch – Education Management der Wuppertaler Bühnen

Ein Besuch an ihrem Arbeitsplatz im Opernhaus Wuppertal

Wir haben uns mit Heike Henoch, der Managerin des Education Teams des Sinfonieorchesters, im Wuppertaler Opernhaus getroffen, wodurch wir die tolle Möglichkeit hatten ein Interview mit ihr führen zu können. Frau Henoch gab uns einen kleinen Einblick, wie das Orchester probt. Interessant ist zum Beispiel, dass es nur wenige Proben mit dem ganzen Orchester vor einem Auftritt gibt, aber diese dann bis zu 3 Stunden, inklusive Pause, dauern können. Insbesondere die Vorbereitungen für den Sommernachtstraum von Mendelssohn-Bartholdy liefern uns einen Einblick in das Geschehen. Die Möglichkeit, die wir am CFG haben, Teil dieses großen Ganzen zu sein, öffnet uns die Türen zu einer neuen Welt. Denn wir haben die besondere Möglichkeit mit den professionellen Musikern zu spielen und diese eventuell sogar besser kennen zu lernen. Solche Aktionen können uns Schülern helfen einen genaueren Einblick in diesen Teil der Musik zu bekommen, denn wir können damit verstehen was in der Musik passiert und wie dies ausgedrückt wird. Somit kann die Musik jeden Einzelnen von uns mit in ihren Bann ziehen und etwas in uns bewirken.

 

Schüler: Sie und das Education Team arbeiten unentwegt mit und in Schulen. Auch unsere Schule hat davon schon mehrfach profitiert, beispielsweise durch Besuche von Solisten in unserem Musikunterricht oder jetzt gerade beim Sommernachtstraum. Was ist für Sie die Motivation eine solchen organisatorischen Aufwand in Kauf zu nehmen, wenn die Arbeit so weit über das übliche Pensum hinausgeht und auch Ihre Freizeit beansprucht?

Frau Henoch: Nicht nur wir als Education Team, sondern auch das ganze Orchester ist an dieser Arbeit sehr interessiert, dass im gesamten Bereich der Musikvermittlung und kulturellen Bildung richtig was passiert, nicht nur ein bisschen. Da sind die Musiker oftmals bereit viel private Zeit und  viel private Kraft zu investieren. Aber so können solche Aktionen und letztendlich auch ein Wandel in der Musikvermittlung stattfinden. Natürlich geht es auch nicht ohne zusätzliches Engagement von Seiten der Lehrer, da so vieles deutlich einfacher koordiniert werden kann. Bei euch ist vieles schon super aufgestellt, auch zum Beispiel, dass Schüler verschiedener Altersklassen ganz vielseitig an dem Projekt eingebunden sind. Ein solches Interesse zu wecken ist genau das, was wir wollen.

Schüler: Was mögen Sie an dem musikalischen Stück „Sommernachtstraum“? Verbinden Sie persönlich etwas mit dem Sommernachtstraum und haben Sie vielleicht eine Lieblingsstelle in dem Stück?

Frau Henoch: Oh, das ist ganz schwierig, die ändern sich nämlich immer, die Lieblingsstücke und -stellen. Den Sommernachtstraum habe ich in meinem ersten Studiensemester sehr intensiv bearbeitet. Ich wollte damals die Unterschiede im Umgang mit Schauspielmusik zwischen der britischen und deutschen Musikwissenschaft am Beispiel des Sommernachtstraums untersuchen. Da sagte mein Dozent: „Das ist schön, aber das können Sie sich für Ihre Abschlussarbeit aufheben.“. Die Ouvertüre kennt jeder und sie bringt viele Emotionen mit. Meine Lieblingsstellen ändern sich aber immer und gerade deshalb bin ich froh, dass jetzt auch mal das ganze Stück gespielt wird, was schon besonders ist – oftmals werden nämlich nur Teile davon gespielt. Das ganze Werk live zu hören wird sicherlich schön.

Schüler: Also ist für Sie der Sommernachtstraum schon ein außergewöhnliches Stück?

Frau Henoch: Auf jeden Fall. Zum einen war der Komponist, Felix Mendelssohn, sehr jung als er die Ouvertüre geschrieben hat. Mit 17 Jahren eine so eigene Ausdrucksweise in der Musik zu haben zeugt von einem außergewöhnlichen Talent. Auch im Vergleich zu anderen großen Komponisten wirkt Mendelssohn da besonders. Zudem ist der Sommernachtstraum eine Schauspielmusik, eine Gattung, die eher selten ist. Der Sommernachtstraum hat somit die Musikgeschichte geprägt. Dort treffen eben zwei Künste aufeinander, die Musik und das Schauspiel und bei euch wird ja durch die Schülerbeteiligung auch grade das Schauspiel sehr facettenreich präsentiert. Mendelssohn war fasziniert von Shakespeares Werl und hat sich im Laufe der vielen Jahre und der Beschäftigung damit sehr weiterentwickelt, aber ist seinem musikalischen Stil treu geblieben. Er hätte sich als Inspiration mit Sicherheit ein wesentlich leichteres Stück aussuchen können. Ich denke, mit dem musikalischen Stück muss man sich erstmal auseinandersetzen, bis man es in allen Feinheiten verstehen kann. Jedes Stück für sich birgt irgendwie Außergewöhnliches.

Schüler: Halten Sie also den Sommernachtstraum für eine Art „Allgemeinbildung“, die jeder haben sollte?

Frau Henoch: Das ist wieder eine schwierige Frage. Das Werk von Shakespeare gehört mit Sicherheit in diesen Kanon “was wichtig ist“. Wenn man es dann noch mit dieser traumhaft schönen Musik zusammennimmt, gewinnt es meiner Meinung nach unheimlich. Es ist einfach eine Erfahrung, wenn beide Komponenten, also Shakespeare und Mendelssohn zusammen kommen. Unter den Musikern ist gerade die Ouvertüre ein Stück, das bestimmt jeder schon mindestens einmal gespielt hat. Und unser Orchester mag das Stück auch und es wird oft zumindest in Teilen aufgeführt. Es gibt so viele tolle, große Stücke und ich finde, es ist unglaublich schwierig da so eine „Hitliste“ aufzuführen. Auf Schulseite kommt man besonders in der Oberstufe, auch wenn man es nur kurz behandelt, an Shakespeare nicht vorbei. Und wenn man dann die Gelegenheit hat dazu diese Musik zu machen, da geht mir ein bisschen das Herz auf. Ich finde es schön, dass bei euch an der Schule das auch so gepflegt wird, weil leider in vielen Schulen der Musikunterricht einfach zu kurz kommt. Ich glaube fest daran, dass solche Musik den Horizont ungemein erweitern kann und auch den Musik- oder Literaturgeschmack verändert, besonders wenn man sich in jüngeren Jahren damit beschäftigt. Ich denke, wer sich einmal näher mit dem Stück oder klassischer Musik generell beschäftigt hat, sei es auch nur in Ausschnitten, der bemerkt erst dann, was für eine komplexe Welt dahintersteckt. Mich hat schon früher begeistert, was für eine Fülle hinter jedem Werk eigentlich steckt. Unser Ziel ist natürlich, dass die jüngeren Leute, die sich einmal mit einem Stück auseinander gesetzt haben, Bock haben weiter zu machen und sich weiter mit Kunst und Musik auseinander setzen. Für uns als Orchester ist es wunderschön, wenn nach einem Konzert Schüler kommen und sagen „Ich habe vielleicht bei weitem noch nicht alles verstanden und mir hat vielleicht nicht alles gefallen, aber mich interessiert es, darüber weiter nachzudenken!“. Damit ist schon ein großer Teil unserer Arbeit geschafft, wenn das Interesse geweckt worden ist.

 

Wir beide sind begeistert davon, in welch lockerer Atmosphäre Frau Henoch uns unsere Fragen beantwortet hat und wir beide konnten sehr viel aus diesem Gespräch mitnehmen. Wir freuen uns nun noch mehr auf die weiteren Arbeiten, Proben und Besprechungen, die am Ende zu einer sicherlich beeindruckenden Aufführung führen werden.

 

Sommernachtsträume im CFG

Die Schulgemeinde des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums auf den Südhöhen freut sich riesig:
Das Sinfonieorchester Wuppertal kommt erneut zu einem Besuch in das Pausenzentrum des CFG.
Auf dem Programm: „Ein Sommernachtstraum“ op. 61 von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Schauspielmusik zur legendären gleichnamigen Komödie von William Shakespeare.
Und komödiantisch soll es zugehen am Montag 9. Juli 2018 im CFG
Projektgruppen aus Schülerinnen, Schülern und Lehrern spielen Theater, tanzen, singen, verwandeln unser Pausenzentrum in ein kleines Theater und vieles mehr.

Lest / lesen Sie den Blog an dieser Stelle demnächst weiter:
Unsere Schülerinnen Sina Bublies und Lotta Rohda werden diesen Blog nutzen und über die Projektentwicklung bis hin zur Aufführung berichten.

Freut euch /freuen Sie sich auf spannende Geschichten und Reportagen.
Und vor allem – kommt / kommen Sie am 9. Juli 2018 um 19.30 Uhr in das Pausenzentrum des CFG um unseren gemeinsamen „Sommernachtstraum“ mitzuerleben.
L. Berg / Bild: Katherina Pütz